Samstag, 19. Januar 2013

99 % Neuseeland...

...und wie alles begann...

Ein Jahr lang habe ich ungefähr gesucht. Ich habe hunderte von Seiten durchklickt und meine Meinung genau so oft geändert. 
Meine Mama habe ich beinahe in den Wahnsinn getrieben, weil sie mich mehr als einmal daran erinnern musste, dass ich nicht mehr ewig Zeit haben würde.
Aber wofür überhaupt?
Ich hatte nicht ewig Zeit für die Suche nach einen Freiwilligendienst im Ausland.
Wohin wollte ich überhaupt? Ich wollte nach Afrika, nach Kanada, nach Großbritannien und ich konnte mir noch so vieles vorstellen. Es gab nur ein Problem für mich und zwar die unglaubliche Masse an Organisationen und Angeboten. Ich habe so vieles im Internet gesehen, das mich begeistert hat, aber ich hab es nicht so ganz geschafft den Durchblick zu behalten. Manche Internetseiten waren so unglaublich unstrukturiert, dass ich zu Letzt sogar vergessen hatte, um welche Organisation es sich überhaupt handelte.
Aber dann kam ich durch Zufall (wie das im Internet nun einmal ist, ich finde nie genau das, was ich eigentlich suche) auf die Seite von Via e.V..
Eine Layout, dass es zuließ, sofort alles zu überblicken und mit wenigen Klicks zu erfahren, was man wissen wollte.
Ich war begeistert! Via e.V. bot Projekte in allen Teilen der Welt an, für die ich mich interessiert hatte.
Demnach hatte ich nicht lange gefackelt und mich beworben. Und zwar für Projekte in England, Irland und Kanada.
(Wer sich hier fragt: "Und was ist mit Neuseeland?" der wird noch aufgeklärt, versprochen!)
Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, wartete ich nun aufgeregt auf eine Rückmeldung und sie kam.
In einem Anruf von Via e.V. wurden mir nun Projekte in den verschiedenen Ländern, für die ich mich beworben hatte vorgestellt. Dies waren hauptsächlich Projekte in Behinderteneinrichtungen und mir wurde ein bisschen mulmig, da ich mir nicht sicher war, ob ich das durchstehen könnte. Mit Behinderten zu arbeiten ist eine riesige Aufgabe und ich bewundere jeden, der das kann. Ich war, auf meine Person bezogen, jedoch unsicher, dachte mir aber "If God brings you to it, he will bring you through it". Also war ich mir absolut sicher, dass ich nicht kneifen würde, doch dann äußerte ich meinen Wunsch später Lehrer zu werden und die Dame von Via e.V. meinte: "Och, dann dürften dir die Projekte in Australien und Neuseeland gefallen".

Die Organisation an die mich Via e.V. dann weitervermittelte, heißt Lattitude Global Voluteering und bietet Projekte an Internaten an. Als Volunteer hilft man den Lehrern den Unterricht vorzubereiten, hilft in der Bibliothek aus,  gibt Nachhilfe, hilft in der Küche, fährt die Schüler zu Sportveranstaltungen und vieles mehr.
"Das ist mein Ding", da war ich mir sicher, auch wenn der Auslandsaufenthalt doppelt so viele Kosten forderte wie die Projekte in Großbritannien.
4000 Euro muss ich für dieses Projekt mit Hilfe eines Sponsorenkreises aufbringen (Wer mich also noch unterstützen möchte, der ist herzlich dazu eingeladen mich anzusprechen) . In Anbetracht der Dinge die ich erleben werde und der Erfahrungen die ich machen kann, ist das eine sehr akzeptable Summe.

Nach zwei weiteren Interviews mit Lattitude - das eine führte ich mit einer Frau aus Großbritannien, das andere mit einem Mann aus Neuseeland - erfuhr ich, dass ich nach Neuseeland fliegen würde. Zu 99 %.
Was bedeuten jetzt die 99 Prozent, fragt sich jetzt vielleicht einer und ich will schnell eine  Antwort geben.
Die einzelnen Internate schreiben Stellen für Volunteers aus, in denen sie beschreiben, für was sie jemanden brauchen. Maarten, der Mann, der in Neuseeland für mich eine Stelle sucht, schaut sich nun alle Stellenausschreibungen an und versucht einen Platz für mich zu finden, der meinen Qualifikationen entspricht.
Dieses fehlende Prozent sagt nur aus, dass die Möglichkeit besteht, dass eine Schule mich als Volunteer ablehnen KÖNNTE, oder die wirtschaftliche Lage Neuseelands so schlecht wird, dass sie keine Volunteers mehr unterstützen KÖNNTEN usw.

Demnach habe ich "nur" eine Chance von 99 % tatsächlich den Pfad des Hobbits zu betreten ;)

Lange Rede kurzer Sinn: ICH FAHRE NACH NEUSEELAND ::)

Am 28.07.13 geht der Flug. Vorher gibt es noch Seminare, die ich besuchen werde um mich auf den Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Dazu gibt es dann mehr zur gegebenen Zeit.


 

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