Freitag, 18. Oktober 2013

Eine Reise durch den Süden - Von Bergen und scheinbaren Kunstprojekten

Ich weiß, es ist recht lange her, dass ich etwas von mir habe hören lassen, aber irgendwie habe ich es einfach nicht geschafft. Zwar überarbeite ich mir hier sicherlich nicht, aber trotzdem habe ich nicht so oft die Gelegenheit mich hinzusetzen und was zu schreiben. Immer ist jemand da, mit dem man sich unterhält und wenn das nicht der Fall ist, guckt man zusammen Rugby oder spielt Tischtennis.

Dass ich mit den Boardern zusammen Rugby spiele kommt nicht so oft vor. Bisher habe ich nur zweimal Touch-Rugby ( Touch-Rugby: Touch-Rugby ist die vorgetäuschte Abschwächung des normalen Rugbys. In der Theorie sieht es vor, dass es keine Tackles sondern nur das Antippen, Abklatschen o.ä. gibt. Ein Tackle sieht so aus, dass der jenige der den Ball hat, von den Füßen gerissen wird. 
Ich sage mit Absicht "vorgetäuschte" Abschwächung, denn wird das Spiel nicht mit den jüngeren Schülern gespielt, wandelt sich das "Touch" schneller in ein "Tackle" als man TRY sagen kann.) gespielt, aber ich bin mir nicht sicher, dass ich mich an den Sommertagen jedes mal rausreden kann. Zwar begeistere ich mich schon für das Spiel, aber irgendwie bin ich eher der Zuschauer. Denn ich befürchte, dass ich nicht so ganz die nötige "Härte" besitze, um auch nur EIN ganzes Spiel durchzustehen. 
Aber mal sehen, vielleicht finde ich ja doch gefallen am "Menschen-Umschmeißen".

Da das Schulleben für mich spannender ist als für euch, gehe ich mal zu dem Teil über, der euch mehr interessieren könnte.
Meine Ferien!
Zwei Wochen hatte ich Zeit den Süden der Südinsel zu erkunden. Zwar habe ich es nicht bis an den südlichsten Punkt (Slope Point) geschafft (wegen der niedlichen kleinen Lämmer die auf den Wiesen rumtollen, durften wir den nötigen Weg nicht begehen), aber trotzdem war der Urlaub von einigen Erfolgen gekrönt.
Da wäre zum einen das erfolgreiche Erklimmen eines gar nicht mal so kleinen Hügels in der „Cannibal Bay“,
zum anderen das Erklimmen eine ganzen Berges
Nicht zu vergessen das Nicht-Pleite-Gehen in einer der schönsten Städte Neuseelands und das Überleben der etlichen Hinterhalte von blutrünstigen Blutsaugern.

Die Geschichte beginnt jedoch noch weit weg von diesen Ereignissen im anderthalb Stunden entfernten DUNEDIN.
Dunedin war unser erster Stopp aus folgendem Grund. Wir wollten  unser erstes Rugbyspiel live sehen. Otago (Unser Team) vs. Southland im Forsyth Barr Stadium.
Das Maskottchen der Southlander ein verweichtliches  Reh – Das Maskottchen von Otago ein stattliches Wildschwein.
Wer hat gewonnen?!
Southland…
Es war ein bisschen enttäuschend, nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht das Spiel zu sehen.

Am nächsten Tag gab es ein kurzes Sightseeing. Da ging es zum einen zur steilsten Straße der Welt (Baldwin Street), zum anderen zur UNIVERSITY OF OTAGO.
Und auch wenn ich noch nicht viele Unis gesehen habe, so würde ich ohne zu zögern sagen, dass es die schönste ist, die ich je gesehen habe und wenn es nicht so unverschämt teuer wäre dort zu studieren, würde ich sogar darüber nachdenken dorthin zu gehen. 

Weiter ging unsere Reise zur PURAUKANUI BAY und dort haben wir unser Zelt für zwei Nächte aufgeschlagen.
 Eine Nacht durften wir Jungs (Fabian, Franky und ich) die Nacht im Zelt genießen und die girls (Marie und Emma)  im weichen Van und in der Nacht darauf haben wir dann einmal getauscht. Und dieser Tausch ist für uns schlecht ausgefallen. Sind wir drei auch keine Rugbyspieler, so war unsere Statur doch nicht dazu geeignet zu dritt nebeneinander in unserem Auto zu liegen. 
Man stelle sich vor, wie eine Fliege sich fühlen würde, wenn sie dann noch fühlen könnte, wenn sie mit der Fliegenklatsche an das Fenster gedrückt wird. So ungefähr war unsere Lage. Allerdings ohne das Sterben, was vielleicht daran gelegen hat, dass Franky und Fabian in der Nacht ans Fußende gerutscht sind um Atmen zu können. Sie lagen mir buchstäblich zu Füßen.

Am Tag darauf fuhren wir zur CANNIBAL BAY. Ein sehr schöner Strandabschnitt, an welchem wir einen wunderschönen Hügel erblickten, der so einfach zu bestiegen schien. 
Als wir näher kamen um diese Idee in die Tat umzusetzen, sahen wir, dass wir wohl weniger von Bergen wussten, als wir dachten. Von weitem schien die Vegetation einem gerade mal bis zum Knöchel zu reichen, in der Realität sah es eher so aus, dass sie bis über unsere Köpfe wuchs.
Aber natürlich ließen wir drei harten Jungs uns nicht abschrecken und erklommen den Berg um die Welt von oben erblicken zu können... Oben angekommen zu sein, hat sich genauso feierlich angefühlt, wie sich der vorherige Satz angehört hat. 
Von der Kuppel konnten wir sogar schon unser nächstes Ziel ausmachen: Den NUGGET POINT.
Darüber gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen, als ihr auf dem Bild seht.
Also schaut, staunt und werdet neidisch :p
"Eine Flunder entsteht, wenn ein Wal kackt und ein armer Fisch am Meeresgrund davon getroffen wird"
Am Nugget Point lässt sich auch dieser schöne Leuchtturm bewundern

Nach einem Trip durch freilaufende Kuhherden,
sahen wir uns die McLean Falls an. Ein kleiner, nicht beschwerlicher Fußmarsch lag vor uns, bis wir die rauschende Gischt erreichten.
Wer schon einmal die Niagara Fälle live gesehen hat, wird über folgendes Bild vielleicht lachen, aber ich fand es beeindruckend. Nach einer kleinen Kletterpartie standen wir dann schon fast direkt unter dem Wasserfall, jedoch noch immer weit genug entfernt vom kalten Wasser.

Auf den Berg und wieder runter

Bald darauf haben wir uns auf unsere erste Wanderung begeben. Wir hatten uns dafür den KEPLER TRACK ausgesucht, der eine Wanderung über vier Tage vorsieht. Da wir allerdings Samstags Freunde in Queenstown treffen wollten, mussten wir es in drei Tagen schaffen.
60 Kilometer in drei Tagen zu laufen ist sicherlich kein großes Problem, wenn es einfach nur geradeaus geht.
Aber nicht, wenn es bis auf 1400 Meter auf einen Berg geht.
Nichtsdestotrotz haben wir uns auf gemacht und alle drei Tage überlebt. 
Unterwegs haben wir mehr Menschen getroffen als erwartet. Australier, Kiwis, Franzosen und Kanadier. Nicht zu vergessen die Keas ; ) Diese Vögel sind echt witzig. Man trifft sie oft an, wenn sie gerade das Gummi an den Autofenstern abfressen, oder jemandes Tasche plündern. Uns haben sie zum Glück in Ruhe gelassen und uns nur ein Stück auf unserem Weg begleitet.
Am Ende der drei Tage waren wir zwar, wie man auf englisch so schön sagt, soar ohne Ende, aber auch stolz auf uns, dass wir diesen Weg überstanden hatten.
















Danach ging es in die wunderschöne Stadt QUEENSTOWN. Wunderschön, aber zu teuer um viel zu machen.
In Bezug auf Queenstown möchte ich nur eine Sache erwähnen. In einer der Hütten des Kepler Tracks haben wir ein frisch verheiratetes Ehepaar in seinen Flitterwochen getroffen. Die beiden kamen aus Kanada und wir hatten das Glück sie noch einmal in Queenstown zu treffen. Dort saßen wir dann alle zusammen bei FERGBURGER (Wenn ihr es nicht kennt, ist das nicht schlimm. Ich kannte es auch nicht, so wie glaube ich jeder, der nicht zuvor in Queenstown war :D ) und haben uns richtig lange und gut unterhalten.

Das war also die erste Woche. Die zweite Woche war auch großartig. Unter anderem, weil wir viel mit Freunden gemacht haben, zum anderen haben wir einfach schöne Sachen erlebt.
Vom schönsten Sonnenuntergang, über Opossum-Attacken
bis hin zu Felsen, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen ließen
The Pancake Rocks
Aber dazu ein anderes mal ::)










1 Kommentar: