Sonntag, 27. Oktober 2013

Zu den Anspielungen

Fangen wir in der Überschrift an:

"Scheinbare Kunstprojekte"

Dieser Ausdruck kam mir in CHRISTCHURCH in den Sinn. 
2011 wurde diese Stadt Opfer eines der häufigsten Naturereignisse hier in NZ. Ein Erdbeben von der Stärke 6.3Mw das 185 Opfer forderte und Neuseelands zweitgrößte Stadt erheblich beschädigte. 
Wahrzeichen wie die "Christ Church Cathedral" aber auch etliche andere (Geschäfts-) Gebäude wurden stark beschädigt oder sogar komplett zerstört.
Die Stadt befindet sich zwei Jahre später noch immer im "Wiederaufbau" und ist mehr eine Touristenenttäuschung als eine Touristenattraktion. 
Auf der Suche nach dem Town Center sind wir dann auf das vermeintliche "Art Project" gestoßen.
Ein oder zweistöckige, bunte Container in denen Menschen sitzen, Kaffee trinken oder nach Kleidern suchen - Das ist die Einkaufspassage Christchurch's.
Auf der einen Seite ist es traurig mit anzusehen, mit welchen Mitteln die Menschen sich durch dieses Unglück durchkämpfen müssen. Auf der anderen Seite jedoch ist es bewundernswert, dass sie nicht aufgegeben haben und mit solchen einfachen Mitteln kämpfen und darauf warten, dass alles wieder zum Alten zurückkehrt.

"Das Überleben der Blutsauger"

Werden wir in Deutschland allein am Abend von nervigen Moskitos malträtiert, so  ist man hier in NZ auch am Tage nicht sicher vor gieren Blutsaugern. Sandfliegen! Sobald man in der Nähe eines Sees oder Flusses ist, muss man sichergehen, dass man sich die ganze Zeit bewegt, ansonsten wird man sofort von dieser Pest umringt. Auf unserer Reise habe ich ein nettes Zitat gelesen, an das ich mich aber nicht mehr Wort für Wort erinnern kann. Aber es ging ungefähr so: "Damit die Arbeiter sich am Tage nicht ausruhen konnten, wenn sie doch arbeiten sollten, erfand man die Sandfliegen, damit die Arbeiter die ganze Zeit in Bewegung bleiben mussten. Und damit sie auch in der Nacht nicht ans Ruhen dachten, erfand man die Moskitos."
Und das beschreibt die Sache ganz gut. Man hat nie seine Ruhe und ich kann euch sagen, dass sich die Stiche der Sandfliegen recht lange halten. Nach zwei Wochen kann ich noch immer sehen, wo sie mich erwischt haben.

"Die Possum-Attacke"

Ich habe hier in NZ ein T-Shirt gesehen, das mich echt laut loslachen ließ. Auf dem Shirt hieß es: "Possums, New Zealand's little speed bumbs", was so viel heißt wie: "Opossums, Neuseelands kleine Speed Bumbs" (Ihr kennt sicherlich alle diese Hubbel auf der Straße, die einen zwingen langsam zu fahren?! Das sind Speed Bumbs).
Ja, die Neuseeländer können die Possums nicht leiden, was daran liegt, dass es sie in Massen gibt! 
Wir haben das erste vor/unter/hinter unserem Auto angetroffen - dies war eine recht kurze Begegnung, auch wenn sie sehr prägnant für das Tier war, denn schließlich haben wir das Muster unseres Reifens auf ihm hinterlassen - , das zweite stromerte an unserem Zelt rum, war aber auch recht schnell verschwunden, nur das dritte war etwas frecher.
Ich kam gerade vom Zähneputzen und wollte noch eben zu der Bank, an der wir unsere Essenskiste hatten stehenlassen, als Franky neben mir plötzlich zusammenzuckte. Nicht wegen dem, was er vor sich sah, sondern wegen mir.
Als ich um die Ecke bog besaß ein Possum doch die Frechheit in einer der beiden Kisten nah Essen zu suchen. Ich - darüber sehr überrascht - konnte mich nicht sehr zurückhalten und schrie laut auf. 
Das bockte das Possum nicht im geringsten, es saß einfach nur weiter da und schaute enttäuscht in die Kiste mit den Töpfen.
Nach ein paar kläglichen Versuchen die andere Box aufzuknabbern, verschwand das Tier wieder in den Büschen.

Wildes Strandschaf. Herkunft unbekannt










Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen