Mittwoch, 29. Januar 2014

Meine große Sommerreise #1

Sechs Wochen lang habe ich Dinge sehen dürfen, für die mich einige sicherlich beneiden und ich denke, dass sie damit teilweise ein richtiges Gefühl verfolgen. Neuseeland hat wieder einmal gezeigt, wie majestätisch es ist und ich war zu tiefst beeindruckt... Von der Reise an sich nicht immer.
Zu Anfang reisten wir zu dritt, dann waren wir  zu zweit, danach zu dritt und dann zu viert und kurz darauf zu fünft.
Ich möchte, dass jeder einmal darüber nachdenkt, wie es wohl ist zu fünft in einem Auto zu reisen. Man stelle sich vor, dass man jeden Tag ungefähr drei Stunden lang in diesem Auto zusammen sitzt. Man ist müde, da die Sonne einen jeden Tag um 8 Uhr aus dem Bett treibt und der harte steinige Boden einem nur den seichtesten Schlaf ermöglicht, man möchte eine Dusche, die man auf den meisten DOC-Campsites nicht bekommt (mit viel Glück vielleicht eine kalte), man hat Hunger, weil man das ungetoastete Toastbrot einfach nicht mehr runterbekommt usw.
Was glaubt ihr, was da für Emotionen aufkommen? Freude, unglaubliche Zufriedenheit, Lust auf mehr?!

Nun ja, bevor ich euch ein falschen Bild vermittel, erzähle ich lieber weiter. Ich wollte nur, dass ihr euch ein bisschen besser fühlt.

Eine Reise beginnt bekanntlich mit einem Plan. Wohin möchte man, was will man machen, was will man sehen? - Wir hatten das nicht. Typisch! Damit ihr aber eine Idee davon bekommt, was wir gesehen haben, ist hier eine Karte mit unserer Reiseroute (rote Linie):


Jetzt mag sich der eine oder andere vielleicht denken: "Hui, so eine lange Strecke in nur sechs Wochen, wie geht das denn?"
Ich möchte all jene erinnern, dass Neuseeland recht klein und die Nordinsel von NZ noch kleiner ist. Und wir haben schließlich die ganze Südinsel in einem Drittel der Zeit geschafft. 
Natürlich sieht man nicht alles. Es gibt hier so viel zu sehen, so viele Weine zu testen und so viele Raftings und Dives zu machen, das schafft man vermutlich nicht einmal im Leben eines Kiwis, aber um eine grobe bis ein wenig detaillierte Idee zu bekommen, reicht es aus.

Auf dieser Reise haben wir viel von Neuseeland gesehen, wie ich schon gesagt habe, aber wir haben auch viel von uns gesehen. Was ich damit meine, ist dass wir Zeit hatten uns selbst und unsere Mates (Freunde/Kumpel) zu betrachten. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht, dass wir viel über uns alle lernen konnten. Manches war neu, in manchem wurden wir bestärkt und von anderen Dingen waren wir vielleicht überrascht.
Das alles hat uns ein wenig verändert. Die Zeit miteinander aber auch die Begegnungen mit anderen Menschen. 

Wir wollten uns entwickeln, deshalb sind wir alle hier her gekommen.
Ich wollte ein Stück weitergehen, einen Schritt aus der "Comfort-Zone", der Wohlfühl-Zone.
Wenn ich dann darüber nachdenke, noch einen Schritt weiter zu gehen, schleicht sich ab und an ein mieser Gedanke in meinen Kopf: Gibt es auch eine "UNwohlfühl-Zone? 

So viel zum ersten Teil meines Sommerreise-Journals. Mehr gibt es vermutlich nächste Woche.

See Ya!



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