Mittwoch, 23. April 2014

Meine NICHT-langweiligste Nacht in Christchurch

Gestern, Mittwoch, erreichte ich Christchurch mit dem Bus um ca. zwei Uhr am Nachmittag. Bis ich meine Jugendherberge gefunden und meinen Hunger gestillt hatte, zeigte die Uhr schon 5pm und ich setzte mich einsam in eine Bar. Mein Wunsch mit der Dame an der Bar anzubändeln wurde dadurch verhindert, dass sie eine Angestellte und leider recht beschäftigt war - Schade auch. So saß ich also in einer Ecke und trank alleine mein Ginger Beer.
Danach begab ich mich wieder in mein Zimmer, mit dem Ziel mich auf mein Bett zu schmeißen, da ich wusste, dass ich um 4:30am am nächsten morgen aus den Federn müsste um meinen Flug zu bekommen.
Als ich jedoch mein Zimmer betrat, verwickelte mich zu erst eine chinesische Dame in ein Gespräch und kurz darauf stieß eine Kanadierin dazu. Als wir uns gerade über unsere Auslandsaufenthalte unterhielten, stießen zwei weitere Frauen dazu, die mir vage bekannt vorkamen und ich konnte sehen, dass es einer der beiden genau so ging, denn sie warf mir immer wieder verstohlene Blicke zu.
Nach zehn Minuten Unterhaltung stellte sich dann heraus, dass die beiden auch mit Lattitude nach Neuseeland kamen und wir uns im Juli schon in Auckland getroffen hatten.
Wirklich, dieser Zufall hat mich zum Lachen gebracht.
Nach einer geraumen Weile äußerten M. und B., dass sie sich die neue Kapelle anschauen wollten, da sie am Abend wohl schön beleuchtet würde, und fragten, ob wir nicht mitkommen wollten. Die Kanadierin S. und ich sagten zu und so machten wir uns auf die Suche.
Nach einer halben Stunde kamen wir dann an unser Ziel, welches folgendermaßen aussieht:



Diese Cardboard Cathedral ist, wie der Name verrät, aus Pappe gebaut und sieht recht schön aus, anders aber dennoch irgendwie schön.

Danach wollten wir uns wieder auf den Rückweg machen, als S. ein Projekt erwähnte, dass vor einiger Zeit in Christchurch umgesetzt wurde um die Menschen ein wenig aufzumuntern.
Dieses Projekt ist eine Tanzfläche neben einem großen Hotel. Von vier Lautsprechern umgeben und von einer Discokugel geschmückt, kann man dort das Tanzbein schwingen. Zu welcher Musik? Zu DEINER Musik. Eine alte Waschmaschine beherbergt eine Kabel, mit dem man sein Handy, i-Pod oder was auch immer anschließen kann um dann nach seiner eigenen Musik abzuzappeln.
Und DAS war das Highlight des Abends. Eine ganze Stunde tanzten drei Menschen, die ich kaum kannte, und ich mitten in Christchurch und waren einfach so glücklich und in so guter Laune, dass es uns gar nicht störte, dass der eine oder andere Passant sah, wie merkwürdig wir aussehen mussten. Ermutigt durch so viel Freude tanzten wir immer verrückter und verließen am Ende die Fläche als vier Menschen mit der besten Stimmung überhaupt.
Zwischen zeitig gesellte sich auch noch ein anderes Pärchen zu uns, angezogen von der Musik, die einfach von nirgendwo zu kommen schien.
Es war ein super Erlebnis und es ist ein super Projekt.
Freude durch Tanzen, egal wie bekloppt es aussieht!

Und so sieht er aus: Christchurch's geilster Dance floor!



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