Montag, 19. Januar 2015

Die Mission "Küss Ihn"

Ich war mir so sicher! Es gab gar keinen Zweifel! Sie hat es mir doch gesagt, oder?

Worum geht es hier? Es geht um den Kuss. Mein erster Auftragskuss, den ich je in meinem Leben ausgeführt habe und jetzt scheint es, dass ich es nicht im Auftrag sondern aus eigenem Antrieb gemacht habe!

Die Geschichte beginnt mitten in der Geschichte, die ich in meinem letzten Eintrag erzählt habe: Meine Reise nach Wien. Und Folgendes ergab sich kurz nach Null Uhr am ersten Januar 2015.
Von meiner überlaufenden Lebensfreude getrieben, rief ich alle meine Familienmitglieder an, um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen - mehrmals. Die Telefonrechnung nicht fürchtend rief ich sie alle an. Einmal, zweimal... oder öfter und noch mehr.
Die meisten Telefongespräche ignorierend, in denen ich so oder so mehr einen Monolog führte, als dass ich einen Dialog zugelassen hätte (Ich: "Mamaaaaaa, ich wüh'sche di' aaaalles Gutte! Und Meeerry Kristmas noch dasuuuu."
Mama: "Ich dir -
Ich: "Genaaaau, das wünsche ich dir auuch!" etc.), möchte ich nur kurz auf eines mit meiner Schwester eingehen: Nachdem ich meine Schwester Yvonne am Ende ans Telefon bekam, gab es wie immer den höflichen Austausch von Floskeln, den wir beide gleichzeitig sprechend und jeder für sich in einem Monolog abhandelten, als meine Schwester mir die Anweisung gab, den Sardinern einen Kuss zu geben.
Nun ja, als kleine Bruder zweifelt man nicht an den Anweisungen seiner großen Schwester und handelt ohne zu zögern. So zog ich also Mattia, der am nächsten Stand, zu mir und gab ihm einen fetten Schmatzer auf seinen bärtigen Bart (Und ich muss überraschend gestehen, dass es nicht einmal kratzig war) worauf dieser mich, um nicht "verstört" zu sagen, irritiert anblickte.
"What-e was-e this-e for-e?" - Wofür-e war-e das-e?
Meine einfache Antwort war: "Auftrag meiner Schwester!", welche ihn tatsächlich zufriedenstellte.

So weit so gut. Nun habe ich ein paar Tage später meiner Schwester davon erzählt und sagte ihr, dass ich ihren Auftrag gewissenhaft ausgeführt hätte, worauf sie mich verwundert fragte, von welchem "Auftrag" ich denn spräche. So erzählte ich ihr von dem Sardinier, dem Kuss und dem Bart, in der Hoffnung, dass sie sich erinnern würde...was sie nicht tat.

Ich vermute, dass es eine ihrer Freundinnen war, mit denen ich vorher schon ein duzend mal telefoniert hatte.
Doof, dass ich mich nicht mehr so ganz erinnern kann...

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